Risikofaktoren - Hypertonie

Familie

Familie

Familiäre Vorbelastung: Wer Eltern, Geschwister, Onkel oder Tante mit Bluthochdruck hat, gilt als familiär vorbelastet. Das Risiko ist am höchsten, wenn z.B. die Eltern bereits früh, also vor dem 55. Lebensjahr, an Bluthochdruck erkrankt sind.

Übergewicht

Übergewicht

Herz und Kreislauf werden durch zuviel Gewicht belastet. Stark übergewichtige Menschen leiden dreimal häufiger unter Bluthochdruck als normalgewichtige. Vor allem der Bauchumfang ist problematisch. Bauchfett fördert Entzündungsprozesse im Körper, Gefäßverkalkungen, auch Arteriosklerose genannt, sind die Folge.

Bewegungsmangel

Bewegungsmangel

Sich im Alltag zu wenig bewegen heißt man riskiert, dass sich die Blutgefäße versteifen. In Kombination mit Übergewicht ist Bluthochdruck dann oft vorprogrammiert. Regelmäßige Bewegung hält die Blutgefäße elastisch, verbessert den Blutfluss und wirkt sich positiv auf die Blutfettwerte aus.

Zu viel Fastfood, Salz ...

Zu viel Fastfood, Salz ...

Ungesunde Ernährung und hoher Salzkonsum sind Blutdrucktreiber. Obwohl wichtig für den Blutkreislauf sind doch mehr als 5 Gramm am Tag - also etwa ein Teelöffel voll - zu viel. Bei salzempfindlichen Menschen treibt zu viel Salz den Blutdruck in die Höhe. Wenn Sie sich kochsalzarm ernähren, können Sie Ihr Risiko für Bluthochdruck senken.

Alkohol

Alkohol

Alkohol erhöht den Blutdruck und macht außerdem dick. Ein täglicher Konsum von mehr als 30 Gramm Alkohol (etwa 1/3 l Wein bzw. 3/4 l Bier), verdoppelt so das hohes Risiko für Bluthochdruck gegenüber jemandem, der keinen Alkohol trinkt.

Rauchen

Rauchen

Nikotin birgt generell ein hohes Risiko für Herz und Kreislauf. Es belastet die Blutgefäße und fördert Arteriosklerose. Nicht zu rauchen hilft Bluthochdruck sowie anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen effektiv vorzubeugen.

Stress

Stress

Stress im Job oder seelischer Stress in Partnerschaft oder Familie, kann zu hohem Blutdruck führen. Wenn Stresshormone ausgeschüttet werden, zieht sich die Muskulatur der Blutgefäße zusammen, der Gefäßwiderstand nimmt zu und das Herz muss mehr leisten und der Blutdruck steigt.

Je mehr Risikofaktoren zusammenkommen, umso wahrscheinlicher ist man von Bluthochdruck betroffen.

Mehrere Faktoren greifen ineinander, damit ein zu hoher Druck in den Blutgefäßen überhaupt entstehen kann.
Dazu gehören das sympathische Nervensystem mit den Neurohormonen Adrenalin und Noradrenalin, das Renin-Angiotensin-System, der körpereigene Wasser- und Salzhaushalt, die Nieren und Nebennieren, in denen unter anderem Aldosteron, ein blutdruckwirksames Hormon, gebildet wird, sowie die Blutgefäße – hier in erster Linie die großen und elastischen Leitungsschlagadern. Zwischen diesen Systemen gibt es zahlreiche Wechselwirkungen,

Stress beispielsweise kann zu einer Überaktivität des sympathischen Nervensystems führen. Der Körper des Betroffenen geht automatisch in den Verteidigungs- oder in den Angriffsmodus über, der Herzschlag beschleunigt sich, während zugleich der Blutdruck ansteigt. Die Nieren steigern die Produktion des Enzyms Renin, im Körper wird auch mehr Angiotensin gebildet. Dies wiederum ist ein blutdrucksteigerndes Hormon, zudem werden in den Nebennieren verstärkt kreislaufwirksame Hormone, etwa Aldosteron ausgeschüttet. Wasser- und Salzgehalt bewirken bei einem Ungleichgewicht Blutdruckveränderungen.  Mineralsalze Natrium und Kalium bewirken zum Beispiel, dass Aldosteron ausgeschüttet wird, was zum Anstieg des Drucks in den Blutgefäßen führt. Die Elastizität der Blutgefäße regelt ebenfalls den Blutdruck, insbesondere die großen Schlagadern. Die Anpassungsfähigkeit dieser Gefäße wirkt sich unmittelbar auf den Druck aus. Kleine Schlagadern können sich ebenfalls verengen, wodurch es zu einem höheren Gefäßwiderstand kommt.

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